unsere ziele
Klimagerechtigkeit
... nicht ohne Handelsgerechtigkeit
Die Erderwärmung trifft besonders kleinbäuerliche Landwirt*innen im Globalen Süden. Ob in Sri Lanka, Äthiopien oder Honduras – viele kämpfen mit ähnlichen strukturellen Herausforderungen.
In Mittelamerika hat der Kaffeerost ("la roya") vor wenigen Jahren fast die Hälfte der Kaffeeernte zerstört. In Regionen wie Westafrika, wo ein Großteil des Kakaos wächst, sind steigende Temperaturen und Flächenknappheit die Hauptprobleme. Sie verursachen Verteilungskonflikte, Regenwaldrodung und zunehmende Armut. Pflanzen wie Kaffee oder Kakao, die an stabile tropische Wetterverhältnisse angepasst sind, reagieren empfindlich auf selbst kleine Temperaturschwankungen.
Der Faire Handel fordert Klimagerechtigkeit
Weltladen-Dachverband
Wenn Katastrophen eintreten, brauchen Menschen schnelle und unbürokratische Unterstützung – für:
- Essen, Wasser, Medizin und Notunterkünfte
- Reparatur zerstörter Häuser, Felder und Straßen
- Wiederaufbau von Existenzen und Anschaffung neuer Produktionsmittel
Doch bisher ist der Zugang zu diesen Mitteln für Kleinbäuer*innen und Kleinproduzenten oft schwierig. Die Weltladen-Bewegung fordert, dass besonders betroffene Gruppen gerechten Zugang zu Finanzmitteln für Schäden und Verluste durch den Klimawandel erhalten. Es braucht Fonds, aus denen auch kleine Betriebe unbürokratisch Unterstützung beantragen können – ohne komplizierte Antragsverfahren oder hohe Hürden.
Fairer Handel stärkt kleinbäuerliche Strukturen
Eine nachhaltige Ernährung der Weltbevölkerung ist nur mit kleinbäuerlicher Landwirtschaft möglich. Die industrielle Agrarproduktion mit Monokulturen, Chemikalieneinsatz und Übernutzung der Böden gefährdet Klima, Artenvielfalt und Ernährungssicherheit. Der Faire Handel bietet Alternativen:
- Mindestpreise, Prämien und langfristige Handelsbeziehungen sichern Einkommen.
- Umwelt- und Sozialstandards fördern nachhaltige Produktion.
- Beratungen und Schulungen zu klimafreundlichen Anbaumethoden ermöglichen nachhaltige und klimaresistentere Landwirtschaft.
GEPA- The Fair Trade Company
Der Faire Handel wirkt!
Nach den Hurrikans Iota und Eta in Guatemala half die beispielsweise die Fair-Handels-Organisation GEPA den Honigbäuer*innen der Kooperative COPICHAJULENSE, deren Bienenhäuser zerstört worden waren.
Durch finanzielle Unterstützung konnten sie neue Bienenstöcke und Werkzeuge anschaffen – und ihre Existenz sichern. Der Faire Handel steht für Solidarität, langfristige Partnerschaften und nachhaltige Hilfe. Doch er kann nur im Kleinen wirken. Damit wirklich alle Betroffenen Unterstützung erhalten, braucht es mehr staatliche Klimahilfsgelder – weltweit und gerecht verteilt.
Unsere Haltung in Kürze
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1
Verantwortung anerkennen:
Weltläden erkennen die besondere Verantwortung der Länder des Nordens für den Klimawandel an und fordern von Politik und Wirtschaft mehr Klimagerechtigkeit.
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2
Mehr Tempo beim Klimaschutz:
Die bisherigen Schritte in Politik und Wirtschaft reichen bei weitem nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen.
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3
Teil der Klimabewegung:
Weltläden unterstützen strengere Maßnahmen zum Schutz des Klimas und verstehen sich selbst als aktiven Teil der Klimaschutzbewegung.
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4
Fairer Handel handelt klimafreundlich:
Fair-Handels-Organisationen ergreifen zahlreiche Maßnahmen, um möglichst klimaschonend zu wirtschaften und Produzent*innen beim Anpassen an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen.
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5
Nachhaltige Produkte:
Die meisten Lebensmittel in Weltläden stammen aus kleinbäuerlicher, ökologischer Produktion und wurden klimaschonend hergestellt.
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6
Orte des Wandels:
Weltläden sind Orte des Wandels hin zu einer sozial-ökologischen Gesellschaft. Sie tragen zum Klimaschutz bei – durch Bildungsarbeit, Informationsveranstaltungen, den Einsatz von Ökostrom und den Verkauf nachhaltiger Produkte.