„Wir sind froh darüber, Teile unseres Kaffees per Segelschiff zu transportieren [...]. Umso wichtiger ist es für uns, aktiv ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen."
faire produkte
Kaffee
Weltladen-Dachverband/C. Albuschkat
Warum Fairer Handel beim Kaffee so wichtig ist
Die meisten Kaffeebäuerinnen und -bauern leben in Ländern des globalen Südens, wo die Preise auf dem Weltmarkt stark schwanken. Oft verdienen sie weniger, als sie zum Leben brauchen. Fairer Handel setzt hier an:
✔ garantierte Mindestpreise
✔ Prämien für Gemeinschaftsprojekte
✔ langfristige Handelsbeziehungen
✔ Förderung nachhaltiger Landwirtschaft
✔ Gleichberechtigung von Frauen
Mit dem Kauf fair gehandelten Kaffees unterstützt du also nicht nur gute Arbeitsbedingungen, sondern auch Zukunftsperspektiven für die Menschen in den Kaffee-Anbaugebieten.
Weltladen Bornheim/U. Artmann
Beispiel 1: Kaffee aus Burundi
Der Kaffee-Handel verändert sich
In den grünen Hügeln Burundis arbeiten die Mitglieder der Kooperative COCOCA daran, hochwertigen Arabica-Kaffee zu produzieren. Lange Zeit war der Kaffeehandel in Burundi rein staatlich gelenkt. Erst seit wenigen Jahren bietet sich für Genossenschaften die Chance, ihren eigenen Kaffee zu vermarkten. Exportiert wird dieser Kaffee durch den burundischen Kaffee-Genossenschaftsverband COCOCA, dem knapp 40 verschiedene Kaffee-Genossenschaften angehören.
Mit Agroforst zu mehr Ernährungssouveränität und Klimaschutz
In Teilen Burundis waren 2014 die Bäume fast verschwunden – alles wurde abgeholzt für die Landwirtschaft. Die Regierung hatte den Mischanbau verboten, sodass für jede Frucht ein eigenes Feld benötigt wurde. Selbst zwischen den Kaffeepflanzen waren Bäume untersagt. Die extreme Monokultur führte zu Bodenerosion, Wasserverschmutzung durch Pestizide sowie zur Verarmung der Kleinbäuerinnen und -bauern.
Um diese Herausforderungen anzugehen, starteten WeltPartner und Naturland ein großes Agroforstprojekt. Dabei werden neben Bananenstauden und Papaya-Bäumen auch hohe, schattenspendende Bäume wie Ficus gepflanzt. Die Bäume kühlen den Boden und bringen Nährstoffe für andere angebaute Gemüsesorten wie Maniok, Yams und Mais. Sie bieten auch den notwendigen Schatten für den ökologischen Anbau von Arabica-Kaffee und ihr Holz kann für den Hausbau genutzt werden.
Von dem Agroforstprojekt profitieren heute rund 11.000 Familien aus 18 Fair-Trade-zertifizierten Kooperativen des burundischen Kaffeeanbauverbands COCOCA. Sie bauen in der Regel acht verschiedene Baumarten an und haben seit Projektbeginn über 200.000 Schattenbäume und viele weitere Gewächse angepflanzt..
Der größte Erfolg des Projekts liegt in der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Stabilisierung des Familieneinkommens durch den Verkauf des Kaffees zu fairen Preisen. Das Projekt ist auch ein Bespiel dafür, wie Agroforst die Bewirtschaftung von Flächen ökologischer, sozial gerechter und ernährungssicherer gestalten kann.
Weltladen-Dachverband/A. Stehle
Beispiel 2: Segelkaffee aus Nicaragua
Kleines Schiff schlägt hohe Wellen
Es ist der Kampf Davids gegen Goliath: Während die weltweit größten Containerschiffe eine Kapazität von bis zu 24.000 Standardcontainern haben, findet im Bauch der Avontuur der Inhalt von drei bis vier Containern Platz. Ein Winzling. Doch medial schlägt der Segler aus Elsfleth bei Bremen hohe Wellen. Mehrere Fernsehsender und überregionale Zeitungen haben über die Avontuur und den klimaschonenden Transport per Segler berichtet. Durch dieses Medienecho werden die Menschen für die Problematik der Containerschifffahrt sensibilisiert.
Kaffeeanbau in gesunden Mischkulturen
Mit an Bord waren auch mehr als 16 Tonnen Roh- und Röstkaffee für Café Chavalo, der Leipziger Genossenschaft fair gehandelten Bio-Kaffee aus Nicaragua. Die Bohnen stammen von den 250 Produzent*innen des Kooperativenverbandes Tierra Nueva. Sie bauen ihren Arabica-Kaffee in ökologisch wertvollen Mischkulturen im Wald oder im Schatten von Bananenstauden und Zitrusbäumen an. Einige Produzent*innen haben ehemalige Weideflächen übernommen und mit viel Einsatz wiederaufgeforstet, um dort gesunde Ökosysteme und gute Anbaubedingungen für Kaffee zu schaffen.
Weltladen-Dachverband/Luleyfoto
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