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faire produkte

Kaffee

Kaffee ist mehr als ein Getränk. Er ist für viele von uns ein tägliches Ritual, ein Moment der Ruhe – und für Millionen Menschen weltweit Lebensgrundlage. Doch der Weg von der Kaffeekirsche bis zu deiner Tasse ist lang – und nicht immer gerecht. Doch es geht auch anders!
Kaffee und Tee aus Fairem Handel im Weltladen Weltladen-Dachverband/C. Albuschkat

Warum Fairer Handel beim Kaffee so wichtig ist

Die meisten Kaffeebäuerinnen und -bauern leben in Ländern des globalen Südens, wo die Preise auf dem Weltmarkt stark schwanken. Oft verdienen sie weniger, als sie zum Leben brauchen. Fairer Handel setzt hier an:

 garantierte Mindestpreise
Prämien für Gemeinschaftsprojekte
✔ langfristige Handelsbeziehungen
Förderung nachhaltiger Landwirtschaft
Gleichberechtigung von Frauen

Mit dem Kauf fair gehandelten Kaffees unterstützt du also nicht nur gute Arbeitsbedingungen, sondern auch Zukunftsperspektiven für die Menschen in den Kaffee-Anbaugebieten.

012_054 Kaufe fair
Fair Trade Kaffee im Weltladen Weltladen Bornheim/U. Artmann

Beispiel 1: Kaffee aus Burundi

Der Kaffee-Handel verändert sich

In den grünen Hügeln Burundis arbeiten die Mitglieder der Kooperative COCOCA daran, hochwertigen Arabica-Kaffee zu produzieren. Lange Zeit war der Kaffeehandel in Burundi rein staatlich gelenkt. Erst seit wenigen Jahren bietet sich für Genossenschaften die Chance, ihren eigenen Kaffee zu vermarkten. Exportiert wird dieser Kaffee durch den burundischen Kaffee-Genossenschaftsverband COCOCA, dem knapp 40 verschiedene Kaffee-Genossenschaften angehören.

Mit Agroforst zu mehr Ernährungssouveränität und Klimaschutz

In Teilen Burundis waren 2014 die Bäume fast verschwunden – alles wurde abgeholzt für die Landwirtschaft. Die Regierung hatte den Mischanbau verboten, sodass für jede Frucht ein eigenes Feld benötigt wurde. Selbst zwischen den Kaffeepflanzen waren Bäume untersagt. Die extreme Monokultur führte zu Bodenerosion, Wasserverschmutzung durch Pestizide sowie zur Verarmung der Kleinbäuerinnen und -bauern.

Um diese Herausforderungen anzugehen, starteten WeltPartner und Naturland ein großes Agroforstprojekt. Dabei werden neben Bananenstauden und Papaya-Bäumen auch hohe, schattenspendende Bäume wie Ficus gepflanzt. Die Bäume kühlen den Boden und bringen Nährstoffe für andere angebaute Gemüsesorten wie Maniok, Yams und Mais. Sie bieten auch den notwendigen Schatten für den ökologischen Anbau von Arabica-Kaffee und ihr Holz kann für den Hausbau genutzt werden.

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Von dem Agroforstprojekt profitieren heute rund 11.000 Familien aus 18 Fair-Trade-zertifizierten Kooperativen des burundischen Kaffeeanbauverbands COCOCA. Sie bauen in der Regel acht verschiedene Baumarten an und haben seit Projektbeginn über 200.000 Schattenbäume und viele weitere Gewächse angepflanzt..

Der größte Erfolg des Projekts liegt in der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Stabilisierung des Familieneinkommens durch den Verkauf des Kaffees zu fairen Preisen. Das Projekt ist auch ein Bespiel dafür, wie Agroforst die Bewirtschaftung von Flächen ökologischer, sozial gerechter und ernährungssicherer gestalten kann.

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Von der Bohne bis zur Tasse Kaffee

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Segelkaffee - fair und nachhaltig Weltladen-Dachverband/A. Stehle

Beispiel 2: Segelkaffee aus Nicaragua

Kleines Schiff schlägt hohe Wellen

Es ist der Kampf Davids gegen Goliath: Während die weltweit größten Containerschiffe eine Kapazität von bis zu 24.000 Standardcontainern haben, findet im Bauch der Avontuur der Inhalt von drei bis vier Containern Platz. Ein Winzling. Doch medial schlägt der Segler aus Elsfleth bei Bremen hohe Wellen. Mehrere Fernsehsender und überregionale Zeitungen haben über die Avontuur und den klimaschonenden Transport per Segler berichtet. Durch dieses Medienecho werden die Menschen für die Problematik der Containerschifffahrt sensibilisiert.

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Kaffeeanbau in gesunden Mischkulturen

Mit an Bord waren auch mehr als 16 Tonnen Roh- und Röstkaffee für Café Chavalo, der Leipziger Genossenschaft fair gehandelten Bio-Kaffee aus Nicaragua. Die Bohnen stammen von den 250 Produzent*innen des Kooperativenverbandes Tierra Nueva. Sie bauen ihren Arabica-Kaffee in ökologisch wertvollen Mischkulturen im Wald oder im Schatten von Bananenstauden und Zitrusbäumen an. Einige Produzent*innen haben ehemalige Weideflächen übernommen und mit viel Einsatz wiederaufgeforstet, um dort gesunde Ökosysteme und gute Anbaubedingungen für Kaffee zu schaffen.

„Wir sind froh darüber, Teile unseres Kaffees per Segelschiff zu transportieren [...]. Umso wichtiger ist es für uns, aktiv ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen."

Portrait Pedro Pablo Zuniga P.
Pedro Pablo Zuniga P. Geschäftsführer von Tierra Nueva.
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Fair Trade Kaffee im Weltladen Weltladen-Dachverband/Luleyfoto

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Gute Bedingungen machen gute Produkte! Probiere jetzt fair gehandelten Kaffee aus deinem Weltladen und erlebe, wie fairer Genuss schmeckt!

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Stand: 10/2022

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